Bericht  Rangiertagung 2018

An der Rangiertagung konnten 39 Kollegen und 7 Gäste begrüsst werden. Im Jahr 2017 sind folgende zwei Kollegen verstorben: Mirko Frapoli RPV Ticino und  Zylqafli Beqiraj RPV Zürich. Sie wurden in stiller Anteilnahme verabschiedet.

Der Referent Manuel Avalloni (Vizepräsident SEV) erklärte den Anwesenden wie der Stand der GAV-Verhandlung ist. Der Verwaltungsrat SBB hat am 28. Februar 2018 dem Abbau Projekt zugestimmt. Bis 2023 sollen gegen 750 der 2115 Cargo Stellen und bis 100 der 350 Bedienpunkte gestrichen werden. Die Liberalisierung soll vorangetrieben werden, das bedeutet, dass private Logistiker in den VR SBB Cargo Einsitz nehmen sollten. Die hausgemachten Probleme der SBB: wie Lohn CEO, Sopre , Fernverkehrskonzession etc. ist nicht gut für das Image. Dies soll laut SBB auch einen Einfluss auf die GAV-Verhandlungen haben. Es herrscht Unsicherheit und Vertrauensverlust mit negativen Folgen auf: die Motivation, die Zuverlässigkeit, die Leistung und vor allem auf die Sicherheit. Dieser Konfrontationskurs der SBB mit ihrer Abbau Forderung im GAV ist rücksichtslos gegenüber dem Personal. Dies akzeptieren der SEV und seine Mitglieder nicht. Der GAV ist in den geregelten Arbeitsbedingungen und der garantierten Stabilität sehr wichtig. Die erläuterten Baustellen der SBB erhöht das Konflikt-Potenzial in den GAV-Verhandlungen. Die Forderungen des SEV ist pflichtbewusst dargestellt. Die Koalitionsfreiheit soll im Zusammenhang der Zuggangrechte für die Mobilisation zu den Arbeitsplätzen ergänzt werden.  Die ist ein elementares Recht der Gewerkschaft.

Zentralpräsident UV RPV Hanspeter Eggenberger informiert über die Sparmassnahmen bei SBB Cargo. Der Erfolg des WLV (Wagenladungsverkehr) hat abgenommen und ist nicht erfolgreich verlaufen. Die Belastungen für das Personal werden immer grösser. In Ziegelbrücke wird von 8 auf 3 Mitarbeitende heruntergefahren (bezüglich WLV) Er appelliert, dass er die Unterstützung  von Mobilisationen von aller RPV Mitglieder braucht. Es kann nicht sein, dass die Mitarbeitenden ihre Frei- oder Ferientage abgibt um zu arbeiten, nur das das Unternehmen rund läuft, und die Mitarbeitenden unter Druck setzt.

Die Peko Vertreter Infrastruktur, Personenverkehr und Cargo informierten über aktuelle Geschäfte. So ist die Digitalisierung ein wichtiges Thema. Die Mitarbeitenden müssen auf die neue Technologie intensiv vorbereitet und ausgebildet werden. Der medizinische Fragebogen gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Mit  der Auslagerung von Medical Service wurde die Chance verpasst auf einen einfachen Fragebogen zu wechseln. Als Peko raten sie den Mitarbeitenden den Fragebogen auszufüllen, da dies im GAV verlangt werden kann. (Auskunftspflicht)  Die Ausbildung der Triebfahrzeugführer bei Infrastruktur wird modifiziert. Die Klassen werden grösser. Bei ungerechtfertigten Parkbussen soll man beim Vorgesetzten vorstellig werden.

 

 

Die Nächste Rangiertagung 2019 findet am 6. April im Hotel Arte statt.

 

Medienstelle UV RPV   Bruno Kirchhofer